ENcome untersucht Blendverhalten von Photovoltaikanlagen

Klagenfurt am Wörthersee (07.04.2015) – Blendung verursacht durch Photovoltaik ist ein Randthema, das oft erst dann beachtet wird, wenn es schon fast zu spät ist. Fühlt sich manch einer durch die Blendung von Photovoltaikanlagen oder sonstigen Glasoberflächen lediglich gestört, kann Blendung im Straßenverkehr sowie im öffentlichen Verkehr mit Flugzeug und Bahn zu einem Sicherheitsrisiko werden.

Personen, die Fahrzeuge lenken, sind auf gute Sicht angewiesen. Blendung kann jedoch das „Fahren auf Sicht“ und Erkennen von Signalen behindern, wodurch es zu Verkehrsbehinderungen und im ungünstigsten Falle sogar zu Unfällen kommen kann. ENcome wird daher regelmäßig von PV-Anlagenerrichtern und Investoren beauftragt, Gutachten für geplante PV-Anlagen zu schreiben. Dies zum Beispiel für Anlagen in der Nähe von Flughäfen, wo es insbesondere um die Berechnung der potentiellen Blendung beim Anflug und im Tower geht. „In vielen Fällen kann nach Aufnahme der Gegebenheiten vor Ort und detaillierter Berechnung des Blendverhaltens Entwarnung gegeben werden. Zum Beispiel wenn eine Blendung stattfindet, die Sonne aber zum Blendzeitpunkt in derselben Richtung wie die blendende PV-Anlage steht. Die Blendwirkung durch die Photovoltaik­anlage wird dabei nicht wesentlich vergrößert“, erläutert DI Jakob Zehndorfer, Vertriebsleiter bei ENcome Energy Performance und gerichtlich beeideter Sachverständiger für Photovoltaik.

Auf die Frage nach Blendung wird in den meisten Fällen keine Ja/Nein-Antwort gefunden. Beinahe jede Glasoberfläche wird an bestimmten Orten zu bestimmten Zeiten blenden. Die Frage ist nur, ob diese Blendung von den betroffenen Parteien als störend empfunden wird oder ob sie vergleichbar mit dem normalen Sonnenlicht zu diesem Zeitpunkt ist. Wer bei Schönwetter aus einem Flugzeug blickt, kennt die vielen leuchtenden Punkte am Boden, die meist Reflektionen auf Dachfenstern, glasierten Dachziegeln oder Autoscheiben sind. Diese sind für einen Piloten normalerweise irrelevant, solange er nicht nahe eines solchen Punktes landen muss.

Ein gutes Blendgutachten berechnet daher nicht nur die Stärke, den Zeitpunkt und die Richtung der Blendung, sondern geht auch auf den Zustand und die Bedürfnisse des Geblendeten (z.B. Piloten) ein. Die Berechnung liefert dann die Daten, die in grafischer oder Zahlen-Form dargestellt werden. Des Weiteren sollte ein Blendgutachten in Fällen, wo die PV-Anlage schon fertiggestellt ist und Blendung verursacht, effektive blendreduzierende Maßnahmen vorschlagen. Wände, Zäune und Bäume können hier ebenso Abhilfe schaffen, wie lokale Verschattungsmaßnahmen. So konnte ENcome in einem Blendgutachten einer PV-Anlage in der Nähe eines Bahngleises gleich mehrere Gegenmaß­nahmen identifizieren. Durch Reflektion kam es hier in den Morgenstunden zu so starkem Gegen­licht, dass der Lokführer ein Haltesignal nicht mehr erkennen konnte. Die vorgeschlagenen Abhilfe­maßnahmen beinhalteten lokale Abschattungen, ein Signalschild, das Versetzen des Signals und andere Maßnahmen, die nun in Kosten und Akzeptanz von den beteiligten Parteien evaluiert werden.

Die ENcome Gruppe ist ein europaweit führender, unabhängiger Dienstleister für den Betrieb von Photovoltaik-Kraftwerken mit einem Fokus auf technischer Betriebsführung (O&M), technischem Asset Management (TAM) und der Erstellung technischer Gutachten. Derzeit betreut ENcome bereits Kraftwerke mit einer Nominalkapazität von mehreren hundert Megawatt in verschiedenen Ländern. Bestens qualifizierte Ingenieure stellen den optimalen Ertrag jedes Kraftwerks in beliebiger Netzumgebung sicher. Darüber hinaus bietet ENcome weitere Dienstleistungen für den gesamten Lebenszyklus von Photovoltaik-Kraftwerken gemeinsam mit internationalen Partnern wie Anwalts­kanzleien, Steuerberatern und Sicherheitszentralen.

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